Glossar: wichtigste Begriffe zur E‑Rechnung
Dieses Glossar erklärt zentrale Begriffe rund um elektronische Rechnungen in Deutschland – kurz, verständlich und mit Blick auf die Praxis.
E‑Rechnung
Eine Rechnung in einem strukturierten, elektronischen Format, das automatisiert verarbeitet werden kann (z. B. in ERP-/Buchhaltungssystemen). In Deutschland ist der Begriff oft mit Formaten wie XRechnung und ZUGFeRD verbunden.
ZUGFeRD
Ein Format, das eine PDF-Rechnung mit eingebetteten strukturierten Rechnungsdaten kombiniert. Damit ist die Rechnung sowohl menschen- als auch maschinenlesbar.
XRechnung
Ein standardisiertes XML‑Format für elektronische Rechnungen, das insbesondere im Umfeld öffentlicher Auftraggeber eine große Rolle spielt.
EN 16931
Europäische Norm für elektronische Rechnungen (inhaltliche Anforderungen / Datenmodell). Viele nationale Formate orientieren sich daran.
GoBD
Deutsche Grundsätze für ordnungsgemäße digitale Buchführung und Datenzugriff. In der Praxis relevant für Nachvollziehbarkeit, Ordnung, Unveränderbarkeit und Aufbewahrung digitaler Unterlagen.
GoBD‑Konformität
Kein einzelnes Feature, sondern das Zusammenspiel aus Software-Funktionen und gelebten Prozessen (z. B. Korrekturabläufe, Archivierung, Berechtigungen, Verfahrensdokumentation).
Verfahrensdokumentation
Dokumentation der eingesetzten Systeme und Prozesse (z. B. Rechnungserstellung, Versand, Archivierung, Backup). Häufig ein wichtiger Punkt in Prüfungen.
Unveränderbarkeit
Anforderung, dass relevante Daten nicht still überschrieben werden. Korrekturen sollen nachvollziehbar sein (z. B. über Storno/Korrekturbelege).
Archivierung
Geordnete, vollständige und auffindbare Aufbewahrung von Rechnungen/Unterlagen über die geltenden Aufbewahrungsfristen.
Aufbewahrungsfrist
Zeitraum, in dem geschäftliche Unterlagen aufzubewahren sind. Betrifft auch digitale Rechnungen und begleitende Dokumente.
Audit‑Trail (Änderungsprotokoll)
Nachvollziehbare Historie von Änderungen (wer, was, wann). Hilft bei Nachprüfbarkeit.
Storno
Formale Korrektur einer Rechnung durch „Aufhebung“ der ursprünglichen Rechnung, häufig kombiniert mit einer neuen korrigierten Rechnung.
Gutschrift
Abrechnungsmethode bzw. Korrekturdokument (je nach Kontext). Wichtig ist ein sauberer, nachvollziehbarer Prozess.
Pflichtangaben (Rechnung)
Rechtlich geforderte Angaben auf Rechnungen (z. B. Rechnungsnummer, Datum, Leistung, Beträge, Steuersätze). Details hängen vom Fall ab.
Rundung
Kleine Rundungsdifferenzen können bei maschineller Validierung auffallen. Konsistenz zwischen Darstellung und strukturierten Daten ist wichtig.
Validierung
Prüfung, ob eine strukturierte Rechnung syntaktisch/inhaltlich den Regeln entspricht. Relevant für die erfolgreiche Verarbeitung beim Empfänger.
Peppol
Netzwerk/Standardisierung rund um den Austausch elektronischer Dokumente (u. a. Rechnungen). In manchen Szenarien relevant.
Leitweg‑ID
Kennung, die im deutschen öffentlichen Bereich zur Adressierung/Zuordnung verwendet wird (je nach Bundesland/Behörde). Für XRechnung häufig relevant.
Empfängeranforderung
Vorgaben des Rechnungsempfängers (Format, Versandweg, Zusatzfelder). In der Praxis oft entscheidend für die Formatwahl.
Offline‑First
Anwendungsprinzip: Daten werden primär lokal verarbeitet/gespeichert; Internet ist nicht zwingend erforderlich. Kann Vorteile bei Verfügbarkeit und Datenschutz haben.
Weiterführende Seiten
- GoBD-Leitfaden: /gobd
- ZUGFeRD-Leitfaden: /zugferd
- FAQ: /faq
- Ressourcen: /resources